off topic: der alte dorfsaal macht dicht


AntwortenAntwort schreibenGuildo-News

Geschrieben von sixties am 28. Mai 2008 um 15:53:

Im "Alten Dorfsaal" in Brenig gehen vorerst die Lichter aus
Eine kurze aber intensive Aera geht zu Ende
Ob Kölsch oder Biolimo - an der Bar im Dorfsaal kam man schon mal mit dem ein oder anderen Künstler hautnah ins Gespräch.

Bornheim-Brenig (FES) - Eine kurze, aber intensive Ära geht zu Ende. Mit der Kabarettveranstaltung "Es brennt" mit den Kabarettisten Reiner Rübhausen & Heiner Kämmer, bekannt aus der "Stunksitzung" fand nun die letzte von zahlreichen Veranstaltungen im Alten Dorfsaal zu Brenig statt, damit gehen die Lichter aus in dem beliebten und urigen Veranstaltungsraum.

Acht Jahre ist es her, dass das Künstlerpaar Maren und Jens Streifling ins Vorgebirge zogen, den Alten Dorfsaal mit den angeschlossenen Gebäuden aufkauften. Als die Streiflings sich im Jahr 2000 den Dorfsaal anschauten, befand er sich in einem desolaten Zustand. "Eine heruntergekommene Kaschemm'," wie sich Jens Streifling erinnert, "wir waren die einzigen Bewerber." Maren war es, die den Dorfsaal über zwei Jahre hinweg liebevoll herrichtete, bis dann die ersten Konzerte und Kleinkunstveranstaltungen stattfinden konnten.
Die Liste derjenigen, die es in den kleinen Saal - gerade mal 200 Leute passten rein - neben dem Breniger Vorgebirgsdom zogen, konnte sich sehen lassen: Purple Schulz, Heinz-Rudolf Kunze, Fool's Garden, Mundstuhl, Guildo Horn, Julian Dawson oder zuletzt auch Klaus der Geiger. Sogar Soullegende Joe Cocker war von den akustischen Möglichkeiten des Raums so begeistert, dass er vor einigen Jahren hier vor kleinem Publikum eine Woche lang probte und seine Deutschlandtour vorbereitete.

Möglich wurde all dies durch die engen Kontakte Jens Streiflings speziell zur Kölner Musikszene. Der in Borna bei Leipzig 1966 geborene Multiinstrumentalist spielte bei BAP, den Orthopädischen Strümpfen, der Begleitband Guildo Horns, und ist jetzt seit einigen Jahren festes Mitglied bei den Höhnern.

Doch nichts bleibt für die Ewigkeit. Im vergangenen Jahr trennte sich das Ehepaar Streifling, die Zukunft des Dorfsaals ist seitdem ungewiss. Zur Zeit steht das Gebäudeensemble zum Verkauf. 500 Quadratmeter gilt es zu verkaufen, und nicht nur Jens Streifling, auch die Breniger hoffen, dass sich ein Käufer findet, der weiterhin renommierte Künstler ins Vorgebirge bringt. Konnte doch mit den Konzerten eine Lücke im kulturellen Angebot der Stadt Bornheim geschlossen werdne.
Ein wenig Hoffnung bleibt: "Ich könnte mir vorstellen," so Jens Streifling, "dass ich den Dorfsaal behalte und nur die Wohnräume verkaufe." Findet sich kein Käufer bis Herbst, könnte sich Streifling auch vorstellen, die Räume zu vermieten. Auch eine Künstlergemeinschaft, vergleichbar mit dem Kunsthof Merten, könnte sich der Musiker hier vorstellen.
Um das Gebäude für sich selbst zu nutzen, fehlt Streifling jedoch die Zeit. Ex-Frau Maren wohnt mittlerweile in Köln, hat ein Atelier in der Südstadt angemietet und widmet sich verstärkt ihrer Malerei.
Ob die Ära "Alter Dorfsaal", der übrigens auf das Jahr 1840 datiert wird, bald zu Ende geht, wird sich zeigen.

quelle s.u.
wir meinen: sehr sehr schade !!

die sixties






Antworten:



Antwort schreiben

Name:

E-Mail:

Thema:

Kommentar:

Deine Homepage-URL:

Titel des Links:

URL eines Bildes (freiwillig):

ACHTUNG: bitte folgende Zeichenfolge in das nachfolgende Feld eintragen, da ansonsten kein Eintrag erfolgt!

Nur 1 mal klicken!


AntwortenAntwort schreibenGuildo-News