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Aus dem Programmheft des Theatersommers in Garmisch Partenkirchen. Vorwort von Cordula Trantow:
Irgendwo - im “grauen Kansas” lebt das Mädchen Dorothy und hinterfragt die Welt:
“Ich durchschaue eure Ängste, eure Lügen, nein, dem werde ich mich niemals fügen.”
Sie fühlt sich einsam in einer Umgebung, in der ihr außer ihrem Hund Toto niemand zuzuhören scheint. “Ich wünsche mir eine Welt, wo jeder mit dem Herzen
denkt...ich wünsch mir eine Welt von Frühlingsfarbigkeit, wo uns die Heiterkeit von Sorgenhast befreit... denn das Böse ist nur da, wo das Wichtige fehlt. Das Wichtige, also ich meine die Liebe.”
Und so erträumt sie sich ihre eigene Welt: Das Land hinter dem Regenbogen. Hier sind die Bäume blau, die Straßen gelb, die Stadt smaragdgrün. Hier wünscht
sich eine Vogelscheuche Verstand, ein Wesen aus Metall hat Sehnsucht nach Liebe und Zärtlichkeit und einem Löwen fehlt der Mut.
Auch hier ist die Welt nicht in er erhofften Ordnung: es lauern Gefahren, Hürden, Prüfungen.
Aber Dorothy ist stark duch die Gemeinschaft mit ihren neuen Freunden und stark durch die Kraft ihrer Authentizität, ihrer Wahrhaftigkeit, Furchtlosigkeit,
Hilfsbereitschaft und zum Schluss: durch die Kraft der Liebe, die ihr begegnet. Denn sie trifft auf einen Partner.
Den Gaukler, der als “Zauberer” missverstanden, korrumpiert durch die Verführungen der Macht und der damit verbundenen Pracht, in der Smaragdstadt
herrscht. Er kommt aus der Welt des Zirkus, einer Welt der Phantasie, der Imagination.
“Bei uns zerbricht das weiße Licht in Siebenfarbigkeit, hier lernt ihr wieder staunen wie in eurer Kinderzeit.”
Er hatte diese Welt verloren, die Hexe des Westens, die “Eishexe”, war zu dem beherrschendem Element in seinem Leben geworden. Durch die Begegnung mit
Dorothy, durch die Begegnung mit der Liebe, wird er frei: “... da kamst du und da sangen die Sterne - da kamst du und da tanzte der Mond, komm, wir fliegen in weiteste Ferne, weg von der
Einsamkeit, aus der Vergangenheit in eine neue Zeit, in unsere eigene herrliche vierte Dimension.” Wir folgen ihnen in ihre Welt der Phantasie. Denn unsere Zeit braucht Märchen.
Cordula Trantow
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