24.06.2007 - Altstadtfest Trier 2007

P1060247_tnNachdem im letzten Jahr der Auftritt von Guildo & CO beim Trierer Altstadtfest ausfiel (O -Ton Guildo: „ Warum auch immer !“), war es dann in diesem Jahr endlich wieder soweit. Auf dem Platz unmittelbar vor der berühmten Porta Nigra war an diesem Abend wieder „Bühne frei“ für die munteren Orthopäden angesagt.
Im Vorprogramm gab es ab Mittags mehrere Stunden Happy Gymnastics (das hatten wir vorher noch nie gehört) sprich Tanzeinlagen von Kindern und Jugendlichen sowie die aus BiP1060244_tntburg stammenden Kölsch (!) Karnevalsrocker „De Hofnarren“. Zum Gesang der Pseudo Kölners schweigen wir pietätvoll.
Warum in den Auf- und Umbaupausen zwischendurch gefühlte Zehn Mal der gleiche Song lief wird wohl nur der Mensch an den entsprechenden magischen Knöpfen wissen. Dennoch: toller Song.

Achtung, jetzt kommt der traditionelle Gag mit der Uhrzeit:
Der Platz vor der Porta und ein großer Teil der Fußgängerzone war dicht gefüllt mit Abertausenden von Zuschauern als mit kräftiger Verspätung von mehr als einer Stunde dann um 21:04 die gewohnten Klänge aus den Boxen strömten und unter großem Jubel die Akteure die Bühne betraten und die Instrumente beseelten.
Man hatte auch anfangs schönstes Sonnenwetter mitgebracht, außP1060295_tnerdem wurden die Strümpfe von den Bläsern der „Blaszentrale Dessau“ unterstützt und wieder kann man sagen, dass diese wackeren Pustefixe den ohnehin tollen Sound der Strümpfe nochmals deutlich verbessern.
Leider fP1060248_tnehlte Gisela Ginster am Schlagzeug und wurde erneut, wie bereits in Dormagen, von Alfred Koth vertreten, dafür war Addi Mollig an den Tasten wieder dabei.
Guildo erklärte beim „Stöhnteil“ von „17 Jahr, blondes Haar“ den Platz vor der Porta Nigra kurzerhand zur größten Kuschelzone Deutschlands. Man muss dazu sagen, dass es immer wieder erstaunlich ist, zu welchen Sachen sich ein Hornpublikum hinreißen lässt: dass Tausende von Menschen auf „Befehl“ stöhnen gibt es sicherlich bei keinem anderen Künstler. Na ja: man wird halt endlich von der Vernunft befreit, aber das ist uns ja schon etliche Jahre bekannt.
Weniger bekannt war uns, dass das erste Album der Strümpfe aus den 20er Jahren stammt, dennoch wurde es von Guildo bei der Ansage von „Cafe Oriental“ so kolportiert. Das lässt die oft diskutierte Frage nach dem Alter Guildos wiederum in einem völlig neuen Licht erscheinen.


P1060246_tnDie altbekannten orthopädischen Körperübungen beim Song wurden durch einige Neuerung erweitert: der Elefant und die Hüftkerze, mustergültig von Guildo auf der Bühne vorgeturnt. Wir haben aber tatsächlich niemanden gesehen, der das mitgemacht hat, was aber wohl ganz sicher nur am Platzmangel lag.P1060255_tn
Ansonsten ist es immer wieder wunderbar, wenn mit fröhlichen Gesichtern Tausende von Mühlen und Tannenbäumen aufgeführt – man möchte fast sagen zelebriert – werden.

Als Ehrengast wurde Guildos Mutter Lotti begrüßt („Hallo Mama, das hier ist nur für Dich“) und dann sogleich mit dem 40 Jahre alten

    O grauenhaften Schmalzsong
    O wunderschön gesungenen
    O alten Klassiker

(wir konnten uns nicht einigen, bitte einfach die gewünschte Variante ankreuzen)
P1060305_tn„Mama“ von Heintje auch musikalisch willkommen geheißen. Also gewissermaßen sang das „Horntje“ Heintje. Wir sind gespannt, ob dieses „neue“ Lied in das Standardrepertoire Einzug halten wird, gehen aber eher davon aus, dass es doch nur zu Ehren von Guildos Mutter zu Gehör gebracht wurde. Wollen wir das Beste hoffen.

Der Auftritt war eigentlich eine Aneinanderreihung von Höhepunkten, der nur dadurch etwas geschmälert wurde, dass es stellenweise viel zu laut war und trotz Gehörschutz die Trommelfelle arg strapaziert wurden. Eigentlich müssten die Herren dP1060242_tner Knöpfe dies merken.
Auch die altbekannten Zaungäste in den höheren Etagen der Wohnhäuser rings um die Bühne waren wieder da: erneut drohte Guildo ihnen einen Besuch an, hat es jedoch dieses Mal nicht wahr gemacht. („Ihr hattet ja neulich so einen Saustall da oben“).P1060309_tn

Leider zogen während des Auftritts doch noch dunkle Wolken auf und es begann teilweise ergiebig zu regnen, dennoch harrten die meisten Zuschauer aus und nahmen den Regen wohl eher als willkommene Abkühlung an.

Sehr schön fanden wir auch, dass im Zugabenteil das selten gespielte „Tränen lügen nicht / Hey Jude“ Medley endlich einmal wieder zu Hören war. Es gibt ja ausser den "Standard-Liedern" noch viele andere schöne Songs, die wir (und vielleicht auch noch ein paar andere Zuhörer) gerne mal wieder hören möchten.

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stand der seiten Jun 26, 2007