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Aller guten Dinge sind drei oder 3-Gänge Menü mit Aperitif oder Von Dransdorf bis Düsseldorf
Na das war doch endlich mal wieder ein Tag, an dem ich ausgelastet war. Am Nachmittag
ging es los in Richtung Bonn, denn die Konzerttour begann ja schon recht früh (gegen 17.00 Uhr) in Bonn-Dransdorf bei der After-Zoch-Party. Aus früheren, aktiveren Karnevalszeiten
kenne ich diese Parties als sehr feucht-fröhliche Angelegenheiten, so dass ich mich auf einiges eingestellt hatte. Vom Zoch haben wir noch einen Rest gesehen und einiges des Wurfmaterials eingesamm elt. Die zutaten für ein exklusives Menü waren gesichert: Kartoffelchips, ein Wiener Würstchen, Stäbchen (damit man die Lebensmitteln nicht mit den Fingern essen muss) und reichlich
Servietten in Form von Tempo-Taschentüchern. Sehr stilvoll ! Wir machten uns also körperlich gestärkt auf den weg zum Festzelt Am Kettelerplatz, um
auch unseren Geist zu stärken. Nachdem wir den ersten Eingangs-Stempel auf der Hand und die erste Taschenkontrolle des Abends hinter uns hatten, fanden wir ein fast leeres Zelt vor. Wo waren die Karnevalisten geblieben ? Nachdem Guildo die anwesenden Zuschauer persönlich begrüßt hatte, lüftete er das Geheimnis. Er habe die
Veranstaltung intim gestalten wollen, deshalb sei der Verkauf der Eintrittskarten auf 100 limitiert gewesen. Ist doch mal ein anderes Konzerterlebnis. Drei junge
Männer im Publikum forderten Guildo vehement auf sich auszuziehen. Das von ihm angebotene Duell (die Drei ziehen sich aus und er macht mit) lehnten sie allerdings ab. Tja …
im Karneval gibt es halt "kleine Feiglinge" nicht nur in flüssiger Form ;-) Überhaupt nicht feige hingegen war "Johnny Grill". Bei einem Check der Boxen wurde er
kurzerhand vom Chef ans Mikrofon gebeten, um den Schluß von "Aber Dich gibt's nur einmal für mich" zu singen. Die Zeit wird kommen, wo wir sagen
können: "das haben wir von jedem aus der Crew schon mal gehört". Das Duett von Prinzessin Stephanie und Guildo ist doch sehr im Ohr geblieben. Sehr schön !
Nach dem Auftritt galt es dann, sich schnell durch die Menge zu kämpfen, um r echtzeitig zum zweiten Gang des exquisiten Menüs zu sprinten. Einmal schnell durch
Bonn, ein kleines bisschen warten und schon ging's weiter. Bei der Einlasskontrolle fragte einer der netten Securities sehr erstaunt, wozu denn
Kameras dabei seien. Die Antwort: "Wir haben gehört, da sollen ein paar nett anzuschauende Männer auf der Bühne erscheinen" hat ihn wohl überzeugt. Er stellte
keine Frage mehr und winkte uns ganz schnell rein. Die Beethovenhalle war doch wesentlich voller und die anwesenden Jecken etwas bunter kostümiert. Und:
Eine Vorgruppe gab es auch. Vom aussehen her hätte ich auf Hits der 70er getippt, aber gespielt haben sie Schlager. Von "Griechischer Wein" bis hin zu "Er
gehört zu mir" gab es eine bunte Mischung deutschen Liedguts. Nach einer guten halben Stunde erschienen aber die bereits bekannten Gesichter auf der Bühne und rockten den
Schlager. Komischerweise nahm Guildo Abstand davon, die Zuschauer persön lich zu begrüßen. Seltsam … was war auf dem Weg von Dransdorf zur
Beethovenhalle passiert ? Naja, wäre ja auch langweilig gewesen, die gleiche Show zweimal zu erleben. Das Publikum überzeugte im
Mitsingteil offenbar sogar den Juror Guildo, der spontan entschied: "Ihr seid im Recall". Also nix wie Koffer packen und auf nach Berlin !
Aber erstmal stand ja noch Düsseldorf auf dem Programm. Schnell, schnell, viel Zeit war ja nicht zwischen Ende des Auftritts in der Beethovenhalle und Anfang im Stahlwerk. Uns beruhigte der
Gedanke, dass Guildo, die Band und die Crew den Weg ja auch zurücklegen mussten, und dass der Auftritt ohne sie mit Sicherheit nicht Anfangen würde. Puh … sogar die Parkplatzsuche war
halb so wild, so dass wir recht pünktlich ankamen. Wieder freundliche Security, die die S ammlung von Stempeln auf unseren Händen vergrößerte, aber diesmal gar nicht in die Taschen gucken
wollte. Vermutlich wären wir mit der Stempelsammlung bei jeder Fete im Karnevalsland reingekommen. Die Halle war gut gefüllt und die Stimmung schon recht gut. Wie es sich für
ein Stahlwerk gehört war die Temperatur ziemlich hoch und die Luft nicht so stark mit Sauerstoff angereichert. Auf der Bühne waren die fleißigen Helferlein
gerade dabei die letzten Vorbereitungen für den Nachtisch des Abends vorzubereiten. Wir nahmen also unsere Plätze an der Bühne ein, vertrieben uns die Zeit mit "kölsche Karnevalsmusick" und
warteten gespannt auf das, was uns gleich auf der Bühne erwarten würde. Super, nicht nur die Crew hatte den Weg geschafft, auch
Guildo und die Strümpfe kamen pünktlich zu ihrem Auftritt und verpassten nicht einen Ton. Es wurde gesungen, gespielt und gelacht. Der Unterschied zwischen Bonnern und Düsseldorfern
ist irgendwie gar nicht so groß, wie man gemeinhin vermuten würde. Alles in allem hatten wir einen sehr unterhaltsamen Abend und verdammt viel Spaß. So ein Konzert mit Umzieh- und Erholungspausen hat in
unserem Alter schon was für sich. Ach so … wer bislang eine Kritik zu den Auftritten vermisst hat … sie waren recht rockig wie es sich für
Karnevalsauftritte gehört. Von "Ti amo" über "Azzurro" und andere Rocksongs des dritten Jahrtausends bis hin ins
"Cafe Oriental" war für jeden etwas in dem energiegeladenen Programm dabei. Guildo hatte uns lieb und versicherte uns zum guten Schluß "Baby, Du bist nicht alleine".
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Vielen Dank !
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