|
Rockt den Tanzboden ! ,Düsseldorf – Kalkum, 16.05.2007
Man sollte niemals Vorurteile haben, das ist politisch korrekt, und auch wir versuchen
eigentlich immer mit dieser Prämisse durchs Leben zu gehen. Bei der Nachricht eines Auftrittes in einem dörflichen Festzelt – das Ganze auch noch zu Ehren des 100sten
Geburtstags eines Tambourcorps („Frisch Auf Kalkum“) - hatten wir leichte Bedenken, ob das wirklich gut gehen würde.
Dörflich meint natürlich jetzt nicht die Landeshauptstadt Düsseldorf, sondern den nördliche kleinen Stadtteil Kalkum, auf dessen Festwiese ein recht großes Festzelt aufgebaut war, um
dem Ganzen einen würdigen Rahmen zu geben.
Eine ziemlich grosse Bühne (man hatte unter anderem eine Bigband unterzubringen) und
eine Musikanlage mit mehr als genug Power hatte man aufgefahren, also ein ordentlicher äusserer Rahmen für einen Gig von Guildo und den Strümpfen. Ausserdem befand sich
direkt vor der Bühne im Zelt ein Tanzboden mit der absolut rekordverdächtigen Anzahl von 8 (!) Diskokugeln auf weniger als 20 Quadratmetern.
Ob man hoffte Guildo würde eine Tanzeinlage zum Besten geben ?
Immerhin steht ja am kommenden Samstag die nächste Runde von „Let´s Dance“ an. Das Festzelt war relativ gut gefüllt, wir schätzen dass etwa 800 Zuschauer den Weg ins Zelt
gefunden hatten. Doch vor den Genuss hatte man – wie so oft – ein gutes Stück Arbeit gesetzt und so mussten wir (und der Rest des Zeltes) eine ziemliche dröge Conference des
Kölners Guido Crantz ertragen, im wesentlichen das Abspulen der üblichen Witzchen und Anekdötchen. Niemand wollte ernsthaft eine Zugabe hören.
Ziemlich pünktlich – wenige Minuten nach 23:00 Uhr ertönte die
bekannte Intromusik („Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“) und Gisela eröffnete mit der gewohnten Drummerpower von „Ti Amo“ den Set des Quartetts.
Es zeigte sich sofort, dass wir mit unseren leichten Befürchtungen was das Publikum angeht total daneben gelegen hatten, denn von der ersten Sekunde an ging der grösste Teil
beim „Rocken des Tanzbodens“ sehr gut mit und hatte erkennbaren Spass am Gebotenen. Natürlich bleibt das auch für die Spielfreude von Guildo und den Orthopäden nicht ohne
Auswirkung, und so steigerte man sich gegenseitig langsam aber sicher.
Offenbar ist man auch in Kalkum experimentierfreudig, und so wurden fleißig Mühlen,
Tannenbäume und Häschen zu den Klängen des orientalischen Cafes miteinander gebaut und es gab immer wieder Wunder. Gewundert haben wir uns auch darüber, dass Guildo neuerdings auch auf dem Model-Markt
aktiv werden möchte, denn er gab bekannt, dass er derzeit Kandidat bei „Germanys next Top Model“ sei. Später am Abend hat er das dann doch noch „korrigiert“ und auf den
kommenden Samstag bei „Let´s Dance“ verwiesen.
Einen weiblichen Gast gab es auch auf der Bühne, Guildos
Versuche die Dame zu einem Tänzchen auf der Bühne zu bewegen scheiterten jedoch leider am vermutlich zu hohen Alkoholpegel der jungen Frau.
Die bekannten Klassiker (wie z. B. „Ich war noch niemals in New York“) wurden mitgefeiert und -gesungen und viel zu schnell, nach ca. 70 Minuten, hieß es schon wieder „Danke und Auf Wiedersehen !“
Als Zugabe unter anderem „Guildo hat euch lieb“ in der akustischeren Quartett-Version, Schrader nahm dazu mal die Epiphone statt der Stratocaster zu Hand.
Merke: Auch die Mitglieder eines Tambourcorps und ihre Gäste hatten an der dargebotenen rockigen Variante des Schlagers
ihren Spaß, und man hat ganz sicher keine Sekunde bedauert Guildo und die Strümpfe für diesen Abend engagiert zu haben.
Gut so !
|