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Münster, 10.11.06
Nach dem Besuch in Stadthagen war tags darauf die größte Kegelparty Europas in der schmucken Halle Münsterland angesagt. Eine tolle Halle
mit sehr feiner Akustik. Ehrlich gesagt hatten wir leichte Befürchtungen angesichts der üblichen Gepflogenheiten in diesen Vereinen was den Konsum (besser gesagt den Auswirkungen) von Alkohol angeht, diese Befürchtungen waren jedoch ziemlich ungegründet. Tausende von Keglern aus allen möglichen Regionen hatten sich zum Abfeiern eingefunden.
Ein ständig unter Strom stehender DJ und eine Showband aus Österreich sowie eine Abba Revival Band bemühten sich redlich im ca. vierstündigen Vorprogramm nach Kräften
Stimmung in die Bude zu bringen, so richtig ist es ihnen aber trotz guter Argumente (O-Ton: „Bitte kommt doch auf die Tanzfläche, sonst bekomm e ich Ärger mit
dem Veranstalter“) nicht gelingen. Natürlich wurde getanzt, aber wirkliche Stimmung stellte sich nicht ein, noch nicht einmal, als man von der Bühne aus mit Probefläschchen Berentzen Produkten
beworfen wurde. Eigentlich nicht ganz verständlich, die Darbietungen besonders der Abba-Band waren gar nicht so übel.
Endlich dann pünktlich gegen 23:45 Uhr betraten Guildo und die „Light“ Strümpfe die Riesenbühne, das erste mal (für uns jedenfalls) mit der Neuerwerbung
Petra Pogo (aka Sebastian Flach) am Bass. Obwohl unsere Sicht natürlich immer subjektiv ist muss man dennoch sagen, dass von der ersten Sekunde an mit den Powerschlägen
Giselas zum Intro von Ti Amo die lange vermisste Sti mmung sofort da war, man hatte wohl auf Guildo & CO gewartet.
Die Setlist war der Veranstaltung angepasst, es wurde als auf Altbewährtes gesetzt und die Balladen weggelassen, es war eben eher Fetziges angesagt. Die
Euphorie im Publikum trieb teils bunte Blüten, vor allem als einige Män ner im Publikum den Wunsch nach einem Kind von Guildo äußerten. So wurden also biologische Fakten
einfach ignoriert, zudem gab Guildo auch einige Probleme bei den dazu notwenigen Verrichtungen an. Einige Stücke waren an dem Abend schon vorher von anderen Bands
zu hören, Vergleiche verbieten sich eigentlich, oder vergleicht man etwa einen 23 Jahre alten 200 D mit einem Ferrari Testarossa ? Es ist einfach unglaublich, wie unterschiedlich man
z. B. Amarillo spielen kann... Leider waren wohl einige im Publikum doch leicht benebelt, anders ist mörderisches Drängeln vor der Bühne sowie das Werfen von Gegenständen auf die
Bühne kaum zu erklären. Mathias reichte es dann auch mitten im Set und er musste vor der Gewalt kapitulieren, Tina nahm einige blaue Flecken in Kauf. Was man nicht alles für eine klasse Show seines
Lieblingskünstlers so auf sich nimmt ! Nach knapp 70 Minuten war das Ganze mit der unweigerlichen Zugabe „Guildo hat euch lieb“ dann (natürlich viel zu früh) zu Ende.
Hier die Setlist 1. Ti amo 2. Azzurro 3. 17 jahr, blondes Haar 4. Cafe Oriental 5. Ich war noch niemals in New york 6. Wunder gibt es immer wieder 7. Moskau
8. Amarillo -------- 9- Guildo hat euch lieb
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